HC Rheintal revanchiert sich souverän

Die erste Herrenmannschaft des Handballclub Rheintal revanchiert sich an den KJS Schaffhausen und gewinnt mit 32:25 (13:14). Die Schaffhauser waren es, welche dem Leader im September die bisher einzige Saisonniederlage zuführen konnten.

 

Ausgeglichene erste Halbzeit

Der bisherige Saisonverlauf der ersten Mannschaft des HC Rheintal ist beeindruckend. Von den bisherigen 16 Meisterschaftsspielen ging gerade mal ein einziges Spiel verloren. Nicht einmal die grössten Optimisten rechneten vor der Saison mit so einer konstanten Leistung. Am vergangenen Samstag war nun jedoch jene Mannschaft im Rheintal zu Gast, welche dem Team von Coach Szövetes in der Hinrunde genau diese eine Niederlage zufügen konnten.

Zu Beginn schien es, als ob beiden Mannschaften das letzte Aufeinandertreffen noch präsent war und beide ihre Hausaufgaben gemacht hätten – zumindest in den Angriffsbemühungen. Beide Teams trafen immer wieder die richtigen Entscheidungen, fanden die Lücken in der Verteidigung und erzielten so Tor um Tor. Allerdings konnte sich keine Mannschaft absetzen. Auch als Schwarber in der 23. Minute die erneute Führung zum 11:10 erzielte, war dies noch nicht die Halbzeitführung. Wenige Zeigerumdrehungen später wechselte sich die Führung erneut und so ertönte beim knappen Rückstand von 13:14 die Halbzeitsirene.

 

Starke Reaktion

Die beiden Coaches konnte mit der Verteidigungsarbeit ihrer Mannschaften nicht zufrieden sein. Zu einfach gelangen dem Gegner immer wieder Abschlüsse aus aussichtsreichen Positionen. Die Rheintaler konnten sich nach der Pause besser umstellen. Obschon die Schaffhauser den Vorsprung auf 13:15 erhöhen konnten, sollte dies für lange Zeit ihr letzter Treffer gewesen sein. Das Heimteam stellte in der Verteidigung nun ein regelrechtes Bollwerk auf und liess während 10 Minuten keinen Treffer mehr zu. Gleichzeitig liessen sie im Angriff nicht nach und erzielten weiterhin ihre Tore. So wandelte sich der knappe Rückstand in einen deutlichen Vorsprung. Als die Gäste endlich wieder ein Tor erzielten, stand es bereits 22:16. Es war bereits die Entscheidung. Das Heimteam gab den Vorsprung nicht mehr Preis und es war Captain Rutz vorbehalten, mit dem letzten Tor des Spiels den Schlussstand von 32:25 zu erzielen.

"Wir haben nach der Pause endlich angefangen zu verteidigen" so Coach Szövetes nach dem Spiel. "Die Viertelstunde nach der Pause war definitiv entscheidend. Allerdings müssen wir dies wieder vermehrt über eine längere Spielphase abrufen können" so Szövetes weiter.

 

Die Rheintaler haben nun eine Woche spielfrei. Als nächstes wird der HC Romanshorn versuchen, den Erfolgslauf des Aufsteigers zu bremsen. Das Spiel zwischen den 7.platzierten Thurgauern und dem HC Rheintal findet am Samstag, 22.02.2020 statt. Anpfiff in der Halle der Romanshorner Kantonsschule wird um 18.00 Uhr sein.

 

HC Rheintal – KJS Schaffhausen 32:25 (13:14)

Heerbrugg, OMR – 150 Zuschauer – SR: Dalibor Roganovic, Istvan Bajna

 

Es spielten:

Martin Horg (35% Abwehrquote), Jan Henning Mayer (34%); Nils Lippuner (4), Marco Buob (4), Fabio Rohrer (6), David Szilagyi (6), Lirim Morina, Jürg Schwarber (5), Marcel Seitz, Gabor Felföldi (4), Markus Rutz (3), Luis Seitz

Nicht eingesetzt: Marko Jovicic

Coach: Lajos Szövetes, Pascal Wild, Tomislav Saric

Kategorie:
Geschrieben von Markus Rutz

Rheintaler Handballer kehren auf die Siegesstrasse zurück

Die erste Herrenmannschaft des Handballclub Rheintal gewinnt gegen einen starken HC Flawil mit 31:29 (15:14) und kehrt damit auf die Siegesstrasse zurück. Nach zuletzt zwei Unentschieden ist es der erste Sieg im neuen Jahr. Somit verbleibt die Mannschaft weiterhin mit 5 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.

 

Fehlerhafter Start

Die Rheintaler mussten am vergangenen Sonntag auf zahlreiche Stammspieler verzichten. Nebst den verletzten Rohrer und Domokos musste sich auch Topscorer Szelpal krankheitsbedingt abmelden. Zudem war auch Coach Szövetes abwesend, sodass Wild und Schwarber die Aufgabe an der Seitenlinie übernahmen. All diese Ausfälle trugen jedoch dazu bei, dass das Team merklich näher zusammenrückte. Von Beginn an sahen die zahlreichen Zuschauer eine Mannschaft auf dem Feld, welche grossen Zusammenhalt demonstrierte.

Dies war insbesondere in der Startphase des Spiels von grosser Wichtigkeit. Zwar erzielte Kreisläufer Szilagyi in der 3. Minute das erste Tor für seine Farben zum 1:1 Ausgleich. Danach passte im Angriff jedoch minutenlang nicht mehr viel zusammen. Die offensive Abwehr der Gäste zeigte ihre Wirkung und die Rheintaler schlossen entweder zu überhastet ab oder verzeichneten zu viele technische Fehler. Innert weniger Minuten lagen die Rheintaler mit 1:6 im Hintertreffen und Coach Schwarber musste sein Timeout einziehen. Dieses zeigte seine Wirkung und das Heimteam machte sich auf, den Rückstand kontinuierlich aufzuholen. Immer wieder setzte sich dabei Kreisläufer Szilagyi hervorragend in Szene – er erzielte bis zum Ende des Spiels 10 Tore. Wenige Sekunden vor der Halbzeitpause parierte Torhüter Horg einen Wurf der Gäste und konnte mit einem direkt erzielten Tor ins verlassene Gehäuse der Gäste sogar die Führung für die Rheintaler erzielen.

 

Führung verteidigt

Dank dieser Aufholjagd kam das Heimteam gestärkt aus der Pause. Zwar mussten sie noch den Ausgleich zum 15:15 hinnehmen – dies sollte jedoch das letzte Mal gewesen sein, an dem die Rheintaler nicht in Führung lagen. Linksaussen Lippuner zog einen starken Abend ein und erzielte alleine in der zweiten Halbzeit 5 Tore. Aber auch den Rückraumspielern um Feldöldi gelangen nun immer mehr geglückte Aktionen. Jürg Schwarber glänzte mit seinen Durchbrüchen auf der linken Seite, Morina mit seiner Spielübersicht, Rutz mit unzähligen Anspielen an den Kreis – es war schlicht eine starke Mannschaftsleistung. Schlussendlich war es Rechtsaussen Buob vorbehalten, mit seinem insgesamt 5. Treffer in der 59. Spielminute die Entscheidung herbeizuführen und zum Schlussresultat von 31:29 zu scoren.

 

Die Meisterschaft befindet sich in der entscheidenden Phase und die Spiele folgen Schlag auf Schlag. Bereits am kommenden Sonntag empfängt der Tabellenführer den HC Bruggen. Die Rheintaler bezwangen das auf Rang 4 platzierte Team aus der Kantonshauptstadt im Hinspiel mit 24:22. Anpfiff in der OMR-Halle wird um 17.30 Uhr sein.

 

HC Rheintal – HC Flawil 31:29 (15:14)

Heerbrugg, OMR – 120 Zuschauer – SR: Giovanni Staunovo, Michael Hagen

 

Es spielten:

Martin Horg (27% und 1 Tor), Tomislav Saric (17%); Nils Lippuner (6), Marco Buob (5), David Szilagyi (10), Lirim Morina, Jürg Schwarber (4), Marcel Seitz, Gabor Felföldi (4), Markus Rutz (1).

Nicht eingesetzt: Marko Jovicic, Dario Metzger, Janik Wild.

Coach: Marc Schwarber, Pascal Wild

Kategorie:
Geschrieben von Markus Rutz

HCR spielt wieder Unentschieden

Die erste Herrenmannschaft des Handballclub Rheintal spielt gegen die zehntplatzierte SG Blue Winterthur unentschieden 26:26 (15:15). Es ist bereits das zweite Remis im neuen Jahr. Aufgrund des Spielverlaufs ist die Punkteteilung gerecht, zumal der Leader nicht sein normales Leistungsniveau abrufen konnte und in der Abwehr viel zu fehlerhaft agierte.

 

Nach gutem Beginn zu wenig konsequent

Das Heimteam startete gut in die Partie und lag dank Toren von Buob und Szelpal in der 14. Spielminute standesgemäss mit 7:4 in Führung. Auch Torhüter Horg verzeichnete bis zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Paraden und das Spiel schien für Coach Szövetes die gewünschte Richtung zu nehmen. Es machte den Anschein, dass sich diese trügerische Sicherheit auch in den Köpfen der Spieler auf dem Feld ausbreitete. Nicht anders ist es zu erklären, dass die Verteidigungsarbeit plötzlich sehr zu wünschen übrigliess. Den Gästen aus Winterthur gelangen immer wieder sehr einfach herausgespielte Tore durch die sehr defensiv eingestellten Abwehrreihen der Rheintaler. Hinzu kam, dass dem Heimteam die Spielfreude im Angriffsspiel abhandengekommen schien. Aus den unzähligen Fehlwürfe aus wenig verheissungsvollen Positionen folgte die logische Konsequenz. Die SG Blue Winterthur holte Tor um Tor auf und lag in der 25. Minute sogar mit 3 Toren in Führung. Dank einem kurzen Aufbäumen vor der Pause konnte der Rückstand aber wieder ausgeglichen werden und die Mannschaften wechselten beim Spielstand von 15:15 die Seiten.

 

Steigerung nötig

Auch nach der Pause änderte sich das Spielgeschehen nicht sonderlich. Die Chancenauswertung von lediglich 55% war an diesem Sonntag für das sonst so angriffsstarke Spiel der Rheintaler schlicht zu schwach. Dadurch rannte die Szövetes-Truppe bis in die 58. Minute stets einem Rückstand von 1-2 Toren hinterher. Erst mit der doppelten Zeitstrafe gegen den Schlüsselspieler der Gäste keimte nochmals etwas Hoffnung auf. Wiederum waren es Buob und Szelpal, welche die wichtigen Tore zum Ausgleich erzielen konnten. Danach nahm Hitchcock die Schlusssekunden selber in die Hand. Winterthur startete 30 Sekunden vor Spielschluss zu ihrem letzten Angriff. Diesen wehrte Torhüter Horg 5 Sekunden vor Schluss ab. Bei seinem Versuch, mit dem letzten Wurf auf das leere Tor der Gäste seinerseits die Entscheidung herbeizuführen, scheiterte er um wenige Zentimeter. So blieb es beim 26:26 – einem Unentschieden, welches aufgrund der gezeigten Leistung eher den Rheintalern schmeicheln wird.

Captain Rutz zeigt sich nach dem Spiel dann auch selbstkritisch: "In der Defensive müssen wir uns stark verbessern. Die heutige Leistung entspricht nicht dem, was wir mittlerweile von uns selber erwarten. Auch wenn wir weiterhin mit 5 Punkten Vorsprung Leader sind, reicht das heute Gezeigte nicht aus".

Seine Mannschaft hat bereits am kommenden Wochenende die Möglichkeit, ein anderes Gesicht zu zeigen. Am Sonntag spielen die Rheintaler gegen den 7.platzierten HC Flawil. Das Spiel in der OMR-Halle wird um 16.00 Uhr angepfiffen.

 

HC Rheintal – SG Blue Winterthur 26:26 (15:15)

Heerbrugg, OMR – 95 Zuschauer – SR: Raphael Kluckner, Lukas Waldburger

 

Es spielten:

Martin Horg (40%), Tomislav Saric; Nils Lippuner, Marco Buob (5), Fabio Rohrer, Andras Szelpal (9), David Szilagyi (3), Lirim Morina (2), Jürg Schwarber, Marcel Seitz, Imre Domokos (6), Gabor Felföldi, Markus Rutz (1), Luis Seitz.

Coach: Lajos Szövetes, Pascal Wild

 

Kategorie:
Geschrieben von Markus Rutz

Sieg um eine Sekunde verpasst

Das 2.-Liga-Derby zwischen dem HC Rheintal und Goldach-Rorschach endet leistungsgerecht mit 29:29 (13:12).

Handball. Elf Sekunden waren noch auf der Match-Uhr, als Imre Domokros die Gastgeber in Heerbrugg in Führung warf. Vier Sekunden vor Schluss leistete sich der Ungar für ein brachiales Foul eine rote Karte. Die kurze verbleibende Laufzeit nutzte Lukas Nater zum 29:29-Ausgleich für Goldach-Rorschach. Nach 59 Minuten und 59 Sekunden.

Domokos erzielte vier seiner sieben Treffer in den letzten fünf Minuten. Dagegen vergab der mit neun Treffern beste Rheintaler Schütze, Andras Szalpal, anderthalb Minuten vor Schluss die Chance zum vorentscheidenden 2-Tore-Vorsprung für die Gastgeber.

HC Rheintal nur in der Startphase überlegen

Im ersten Spiel der Rückrunde fehlte den Rheintalern nur wenig zum Sieg. Aber die Gäste verdienten sich das Unentschieden. «Das ist genau das richtige Resultat», sagt Rheintals Trainer Lajos Szövetes.

Das lag zum Teil daran, dass der HC Rheintal nicht konstant an die vor Weihnachten gezeigten Leistungen anknüpfte. Fehlwürfe in wichtigen Augenblicken, so wurden drei von sieben Penaltys verschossen, ärgerten Szövetes besonders.

Dass der HC Rheintal im zwölften Spiel nicht zum zehnten Sieg kam, hatte aber vor allem mit dem Gegner zu tun: Der HC Goldach-Rorschach spielte nicht, wie man es von einem Neuntklassierten erwarten würde. Die Leistung von den Gästen kann ein Beleg sein für die Ausgeglichenheit der Liga – oder ein Hinweis darauf, dass sie sich in der zweiten Saisonhälfte verbessern.

Nur in den ersten zehn Minuten war Goldach-Rorschachs Trainer Andreas Dittert über die Vorstellung seiner Spieler sichtlich verärgert. Aber die Rheintaler 7:3-Führung nach zehn Minuten hatte nicht lange Bestand. In den restlichen 20 Minuten bis zur Pause verleitete die Goldacher Defensive die Rheintaler Angreifer immer wieder zu Fehlern und im Angriff waren Paulo Aperdannier (7 Tore) sowie vor allem Lukas Nater (8 Tore) weniger verschwenderisch mit ihren Chancen als die Rheintaler Topskorer Szelpal (64 % Erfolgsquote), Domokos (63 %) und Fabio Rohrer (62 %). So lagen die Gäste nach der Pause meistens voraus, aber nur einmal, nach 50 Minuten mit mehr als einem Tor (25:23).

29 Torerfolge sind auch die durchschnittliche Ausbeute

In der zweiten Halbzeit hatten beide Mannschaften ihre Stärken eher in der Offensive. Die Rheintaler Defensive fand nach der Startphase überhaupt nie ein Rezept, um den Gästen zu begegnen. Deshalb hätten die Rheintaler am Samstag 30 Tore gebraucht, um zu gewinnen – das ist viel, für ihre Art zu spielen, aber nicht ungewöhnlich: Ihre durchschnittliche Tordifferenz in dieser Saison beträgt 29:25.

Das zweite Unentschieden der Saison hinterliess beim Heimteam leise Enttäuschung: Die Ansprüche sind gestiegen. Die nächste Chance zum ersten Sieg des Jahres erhalten die Rheintaler am kommenden Sonntag um 16 Uhr in Heerbrugg gegen die SG Blue Winterthur.

Männer, 2. Liga

Rheintal – Goldach-Rorsch. 29:29 (13:12)

Blattacker – 120 Zuschauer – SR: Engstfeld/Partenheimer.

Rheintal: Horg (24 % Fangquote), Saric (25 %); Szelpal (9 Tore/davon 2 Siebenmeter), Lippuner, Buob (3), Rohrer (5), Szilagyi (3), Morina (2), J. Schwarber, Seitz, Domokos (7/2), Felföldi, Rutz.