Knappe Niederlage im Spitzenkampf

Geschrieben von Aline Züst

Vergangenen Samstag, 9.November, reisten die Rheintalerinnen mit vollem Kader nach

St. Gallen. Dort wurden sie um 19.00 Uhr vom HC Bruggen empfangen. Das gegnerische

Team war bereits aus der vorherigen Saison bekannt. So wussten die Spielerinnen, worauf

sie sich in etwa einstellen mussten. Vor dem Spiel wurde deshalb noch einmal auf die

potentiell gefährlichen Würfe einiger der gegnerischen Spielerinnen hingewiesen. Diesen

Gegner wollten die Rheintalerinnen mithilfe eines temporeichen Spiels besiegen. Deshalb

war es wichtig, von Beginn weg mit voller Konzentration und viel Tempo zu spielen.

Der Anfang des Spiels gestaltete sich ziemlich ausgeglichen. Dem gegnerischen Team gelang

zwar direkt das erste Tor, danach kamen aber auf beiden Seiten 3 Minuten lang nur noch

Fehlwürfe. Erst in der 4. Minute konnten die Gäste zum 1:1 ausgleichen. Die Verteidigung

stand zu Beginn kompakt und hatte das gegnerische Team ziemlich gut im Griff. Im Angriff

fehlte es jedoch an der nötigen Konsequenz im Abschluss. Dies zog deshalb einige Fehlwürfe

mit sich. Kein Team konnte sich wirklich absetzen, wobei die Rheintalerinnen immer mit

einem oder zwei Toren vorne lagen. Bis die Gegnerinnen in der 17. Minute erstmals

ausgleichen konnten und 4 Minuten später wieder die Führung übernahmen (8:7). Kurz

zuvor stellte der HC Bruggen auf eine offensivere Verteidigung um und brachte somit

Unruhe in das Angriffsspiel der Rheintalerinnen. Kurzzeitig wuchs der Vorsprung der

Gastgeber auf 2 Tore an, doch dem HC Rheintal gelang der Ausgleich. Nach einem Time-out

stellte Stefan Thür auf den 7. Feldspieler um. Vor der Pause brachte dieser aber nicht die

gewünschte Wirkung und so wurden bei einem Spielstand von 10:13 die Seiten gewechselt.

In der Pause wurde das Problem im Angriff besprochen. Man sollte den 7. Feldspieler besser

nutzen, solange Druck machen, bis sich Löcher bilden und diese Chancen dann auch gut

verwerten. Die Verteidigung wurde auf 5:1 umgestellt.

Die Rheintalerinnen starteten gut in die zweite Halbzeit. Es gelangen einige schöne Tore, die

durch sehenswerte Angriffe herausgespielt wurden. Wir schafften sogar noch einmal den

Ausgleich zu 14:14, dies war aber der letzte in diesem Spiel. Denn jetzt lagen die

Gegnerinnen immer mit einem bis drei Toren in Führung und dem HC Rheintal wollte ein

Ausgleich einfach nicht mehr gelingen. Dies lag unteranderem auch am Umgang mit dem 7.

Feldspieler. Im Angriff passierten zu viele Fehler, was den Gegnerinnen einige Schüsse auf

das leere Tor schenkte. Auch die Verteidigung liess mit der Zeit etwas nach und hatte die

Distanzschüsse nicht mehr unter Kontrolle. Dies führte zu einem Time-out in der 52. Minute,

wo die Anzeigetafel 27:22 anzeigte. Man wollte sich einen Sieg auf keinen Fall entgehen

lassen und so raffte sich das Team noch einmal zusammen und startete die Aufholjagd. Tor

für Tor konnte der Abstand verkleinert werden. Die Verteidigung stellte man auf eine sehr

Offensive um, nun wurde es etwas chaotisch. In den letzten Minuten kam sogar eine

Manndeckung zum Zug. Nur leider hat sich alles kämpfen nicht bewährt und der Schlusspfiff

ertönte beim Spielstand 27:30.

Nun freuen wir uns aber auf den HC Romanshorn, den wir am Sonntag, 17.11.19, bei uns

begrüssen dürfen.

Coach: Stefan Thür

Es spielten: Noémie Bont, Jeannine Enzler, Regina Fässler, Krisztina Kerine Kometh, Sabine

Kunisch, Sabrina Mertl, Gabi Müller, Jeanine Roth, Verena Schlichtling, Andrea Schuler,

Daniela Steiger, Nadine Vetsch, Chiara Zoller