Frauen entscheiden Thriller für sich
Der HC Rheintal startete konzentriert in die Partie und fand schnell ins Spiel – und das, obwohl die Mannschaft als klarer Underdog in dieses Auswärtsspiel ging. In der Offensive gelangen frühe Treffer aus dem Rückraum und vom Kreis, während in der Defensive wichtige Paraden dafür sorgten, dass ein erster Vorsprung herausgespielt werden konnte. Nach einer soliden Anfangsphase setzte sich das Team auf mehrere Tore ab und zeigte dabei sowohl Entschlossenheit als auch Ruhe im Abschluss.
Mit zunehmender Spieldauer kam der Gegner jedoch besser ins Spiel. Technische Fehler und unpräzise Abschlüsse führten dazu, dass der herausgespielte Vorsprung schmolz. Trotzdem blieb das Spiel in dieser Phase ausgeglichen, da die Abwehr weiterhin stabil stand und im Angriff immer wieder Lösungen gefunden wurden. Zur Halbzeit lag Rheintal knapp vorne und ging mit einem 12:13 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein intensives Schlagabtausch-Spiel. Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, geprägt von schnellen Angriffen, wichtigen Paraden und konsequent genutzten Strafwürfen. Obwohl der Gegner zwischenzeitlich die Führung übernahm, blieb der HC Rheintal mental stark und kämpfte sich immer wieder zurück. Besonders in Unterzahl zeigte das Team grosse Moral und liess sich nicht aus dem Konzept bringen.
Die Schlussphase wurde zu einem echten Krimi. In den letzten Minuten wechselte die Führung mehrfach, und jede Aktion konnte spielentscheidend sein. Der HC Rheintal bewahrte in dieser heiklen Phase jedoch die nötige Ruhe, erzielte entscheidende Treffer und stand defensiv stabil genug, um den immer stärker werdenden Druck abzufedern. Trotz hektischer Situationen, mehreren Time-outs und taktischen Anpassungen blieb die Mannschaft fokussiert und kämpfte kompromisslos um jeden Ball.
Am Ende gelang es dem Team, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Mit enormem Kampfgeist, starkem Zusammenhalt und einer beeindruckenden Portion Willenskraft holte der HC Rheintal völlig verdient die zwei Punkte – und zeigte eindrucksvoll, dass man auch als Underdog Grosses leisten kann.
Es spielten: Aljukic Anesa, Bont Noémie, Canovic Dalila, Enzler Sarina, Indermaur Hannah, Mertl Lea, Müller Gabriela, Näf Sarah, Ostler Jara, Rentzmann Hannah, Ritter Aylin, Rüefli Livia, Schragl Carola, Wiesner Jana und Zoller Chiara.
Es coachte: Tanja und Gabor Eder, Jessica Wolfrum, Simei Künzler