, Rutz Markus
Herren 3: Auftakt nach Mass
Wer jetzt denkt, das sei von Anfang an eine klare Angelegenheit gewesen: ganz so gemütlich haben wir es uns dann doch nicht gemacht.
Die ersten Minuten dienten offensichtlich noch dazu, herauszufinden, ob über den Sommer tatsächlich jemand die Regeln geändert hatte. Nach knapp fünf Minuten stand es nach Toren von Grob, Krieger und Seitz 3:3, danach fanden wir aber zunehmend heraus, wo das gegnerische Tor steht. Und noch wichtiger: wie man den Ball dort hineinbekommt.
Bis zur Pause erspielten wir uns eine komfortable Führung und gingen mit 19:13 in die Kabine. Die Marschrichtung für die zweite Hälfte war damit eigentlich klar: ruhig bleiben, weiterspielen und bloss nicht auf die Idee kommen, es nochmals unnötig spannend zu machen.
Und dieses Vorhaben hat funktioniert. Nach der Pause bauten wir unseren Vorsprung kontinuierlich aus. Aus 19:13 wurde 26:17, später 35:24 – und spätestens da durfte auch der grösste Pessimist auf der Bank langsam davon ausgehen, dass an diesem Nachmittag tatsächlich zwei Punkte in Heerbrugg bleiben.
Offensiv zeigte sich das Herren 3 erfreulich vielseitig. Reto Eugster traf bei seinen beiden Versuchen zweimal, Marko Jovic versenkte drei von drei und Raphael Krieger fünf von fünf. Letzterer bewies damit eindrücklich: Man kann sich das Leben auch ganz einfach machen – werfen, treffen, zurücklaufen.
Topskorer war Lirim Morina mit sechs Treffern aus sieben Versuchen, dicht gefolgt von Marcel Seitz mit ebenfalls sechs Toren. Marco Remund steuerte vier Treffer bei, ebenso Albert Seitz aus dem U17-Team. Insgesamt verteilten sich unsere 38 Tore auf alle eingesetzten elf Feldspieler – das dürfte Trainer Markus Dörig durchaus gefallen haben.
Und hinten? Dort hatten Steven Kunz und Luca Angehrn ebenfalls einen arbeitsreichen Nachmittag. Luca parierte unter anderem einen Siebenmeter und sorgte mit seinen Paraden dafür, dass Bischofszell nicht mehr entscheidend herankam.
Natürlich war noch nicht alles perfekt. Technische Fehler? Vorhanden. Fehlwürfe? Ebenfalls. Verwarnungen? Können wir auch. Zweiminutenstrafen: Alle drei Schiedsrichterfehler.... Aber wenn am Schluss 38:27 auf der Anzeigetafel steht, lässt sich darüber wesentlich entspannter diskutieren.
Nach 60 Minuten war deshalb klar:
Wir haben gewonnen. Deutlich. Verdient. Und wir nehmen die ersten zwei Punkte sehr gerne.
So darf eine Saison beginnen.
Herren 3 – BSV Bischofszell 2 38:27 (19:13)